Braucht eine Live-Band Merchandising?

Braucht eine Live-Band Merchandising?

Interview zum Thema Merchandising mit Thorsten Dreesmann (Der Bandshop)

Inzwischen machen viele Live-Bands mehr Geld über Merchandising, das sie nach ihren Konzerten verkaufen, als über die Eintrittsgelder. Wenn eine Band so richtig loslegen will und von der „Kunst“ leben möchte, reicht es also nicht, gute Gigs zu spielen oder eine CD nach der anderen rauszubringen. Heute spreche ich mit Thorsten Dreesmann von „Der Bandshop – Pure. Love. Music.“ darüber, was ihr bei dem Thema Merchandising beachten solltet.

bandcoach: Welche Merchandising – Artikel verkaufen sich beim „Bandshop“ denn am besten? Sprich, was sollte eine Band auf jeden Fall anbieten? Ist das immer noch das T-Shirt? Gilt das für jedes Genre?

Thorsten Dreesmann: Hallo Bernhard, natürlich werden von den Fans immer noch die CD und das traditionelle Bandshirt bevorzugt. Wobei hier der Trend zu Fair Trade gehandelten Biobaumwolle T-Shirt geht. Ganz klar, wenn die Musik gefällt, nehme ich eine CD mit. Aber es gibt auch andere Dinge die gut beim Publikum ankommen, Aufkleber fürs Auto, Feuerzeuge, bedruckte Plektren mit Bandnamen oder der Namen des Gitarristen oder Bassisten, gravierte Drumsticks, Hoodies, personalisierter Schmuck um nur einiges zu nennen.

bandcoach: Bietet „Der Bandshop“ auch ökologisch, nachhaltige Artikel an? Also T-Shirts aus fair gehandelter Baumwolle oder anderes?

Thorsten Dreesmann: Ja, bieten wir, die Nachfrage wird zum Glück deutlich stärker. Bio Shirts Fair-Trade gehandelt bieten wir z.B. von Continental Clothes an. Wir drucken schon seit 2011 komplett Lösemittel frei, umweltfreundlich und setzen entsprechende Druckmedien bei unseren Bannern ein und kaufen nur Reach-Konforme Produkte nach Möglichkeit mit kurzem Transportweg. Unsere Plektren lassen wir in Deutschland fertigen und bedrucken diese bei uns. Ist zwar etwas Teurer aber kurze Transportwege schonen die Umwelt.

bandcoach: Was gibt es bei Merchandising bezüglich des Urheberrechtes zu beachten?

Thorsten Dreesmann: Die Urheberrechte sollten schon euch gehören – ihr könnt kein Merch in Umlauf bringen mit dem Namen anderer oder mit einem aus dem Internet entnommenen Motiv. Wenn ihr erwischt werdet, wird das richtig teuer.

bandcoach: „Der Bandshop“ entwickelt ständig neue Artikel. Was ist in eurem Sortiment das neueste, hippste Produkt? Womit kann sich eine Live-Band von anderen also abheben?

Thorsten Dreesmann: Das neueste Produkt ist ein Shirtdruck, bei dem ein zweites Motiv beim fotografieren oder anstrahlen sichtbar wird. Damit kann ich als Künstler eine Aussage verstecken, die ich erst an einer bestimmten Stelle im Konzert Preis geben möchte.

Um sich von anderen Bands abzuheben ist der Gesamteindruck der Band wichtig.  Aber das wichtigste ist kostenlos und hat mit Merch nichts zu tun. Seid authentisch auf der Bühne und gebt für euer Publikum alles. Das was ihr perfekt eingeübt habt, bringt perfekt rüber. Dann hebt ihr euch von anderen Bands ab und ihr verkauft mehr Merch und seid erfolgreicher.

Unterstützend dazu:  Ein Bassdrumfell-Aufkleber mit eurem Bandnamen oder ein Banner im Hintergrund zeigt auch in der Presse euren Namen und ist in den sozialen Netzwerken immer sichtbar. Auch für Leute die euch nicht Live gesehen haben. Und je besser ihr rüberkommt, desto mehr Fotos und Videos werden von euren Fans gepostet.

bandcoach: Ihr habt auf eurer Website auch ein Bandverzeichnis. Warum sollte sich eine Band in dieses eintragen? Welchen Vorteil bringt dieses Verzeichnis einer Band gegenüber anderen Band-Portalen?

Thorsten Dreesmann: Wir sind nicht besser als andere Bandverzeichnisse. Als Band ist es wichtig seine Website nach vorne zu bekommen in den Suchmaschinen. Tragt euch in jedes Portal ein, was ihr finden könnt. Je mehr desto besser. Unsere Seite hat einen guten Google Rankingwert und ein Backlink von uns, bringt eure Seite weiter in den Suchmaschinen nach vorne. Zusätzlich sehen Veranstalter über unsere Seiten, dann auch die benötigen Banner etc. Da kann die ein oder andere Band auch mal Glück haben und eine Bookinganfrage bekommen.

Merchandising im Eurem Band-Shop

bandcoach: Auf was sollte eine Band achten, wenn sie sich entscheidet Merchandising zu verkaufen? Vor allem im Hinblick auf Lagerung und Auswahl der Artikel.

Thorsten Dreesmann: Zunächst sollte die Zielgruppe analysiert werden. Eine Jazzband verkauft etwas andere Produkte als eine Metallband. Leicht verderbliche Dinge wie Bandbier oder Dosenwurst etc. sind entsprechend der Hersteller zu lagern und schnell zu verkaufen. Bei den Shirts – das Publikum ansehen. Welche Größen haben meine Fans. Eine Boygroup benötigt mehr Girly Shirts als Männershirts. Am Anfang nicht gleich riesen Mengen einkaufen. Erst mal mit Kleinmengen testen, was beim Publikum ankommt. Dazu sind auch Sozial Media Plattformen super zum Testen. Einfach den Fans einen Entwurf für ein Shirt oder Merch-Produkt vorstellen. Ihr werdet sehen, ihr verkauft nicht nur beim Konzert.

bandcoach: Vielen Dank, Thorsten Dreesmann für den guten Überblick zum Thema Merchandising.

 

Euer Feedback zum Interview Merchandising benötigt!

Laß mich bitte wissen, ob Dir die Tipps von Thorsten Dreesmann weitergebracht haben. Vielleicht hast Du ja auch noch einen kleinen Tipp für Deine Musiker-Kollegen, wie man Merchandising gut verkauft. Schreibe bitte unbedingt einen Kommentar!

 

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